Tendenz: Die Norweger von Wrath Attack loben sich im "Beipackzettel" ihrer ersten Demo BRINGING OUT THE THRASH selbst, dass sie dieses erste Lebenszeichen bereits in der zweiten (!!!) Bandprobe aufgenommen hätten. Nun ja, gut Ding will manchmal eben doch Weile haben…

Review: Zusammengefunden haben sich Wrath Attack Ende des Jahres 2007, als zunächst einmal Sänger The Judge und Bassist The Bottlecrusher beschlossen, gemeinsam ein bisschen Krach zu machen. Da man dazu auch noch ein paar andere Instrumente benötigt, sind noch The Caravancrusher an der Gitarre und The Hammer am Schlagzeug dazu gestoßen. Da sich die vier Vollblutmusiker für genial genug halten und ihre Instrumente selbstredend virtuos beherrschen, entschied man sich - wie bereits weiter oben vermerkt - bereits in der zweiten Probe die zwei bereits existierenden Songs aufzunehmen und diese als Demo unter das (vermeintlich) sehnsüchtig darauf wartende Volk zu werfen.

Natürlich kann man unter diesen Umständen keine überwältigende Soundqualität erwarten, aber für Proberaumaufnahmen geht der Ton eigentlich ganz in Ordnung, der beim ersten Song "Anthems of Anger" aus den Boxen schallt. Etwas simpel gestrickt ist das Ganze: Ein 08/15 Thrash-Riff, einige vorhersehbare Breaks und der uninspirierte und völlig wiedererkennungswertlose Gesang von The Judge, mehr darf man von diesem Song nicht erwarten. Nichts, das man nicht schon von hunderten anderen Bands gehört hätte. Von einer "Anthem" kann man beileibe nicht sprechen!

In der Hoffnung auf Besserung widme ich mich jetzt dem zweiten Song der Demo, dem Titeltrack "Bringing out the Thrash". Dessen Riff finde ich zumindest ein wenig kreativer, wenn auch nicht wirklich innovativ. Das Tempo liegt wie bei seinem Vorgänger eher im mittleren Bereich und schleppt sich so von Takt zu Takt. Wirklich schlecht ist der Song nicht, aber eben auch nicht gut.

Fazit: Warum man eine solche Demo auf den Markt werfen muss und sich damit für die Zukunft den Zorn von Musikjournalisten aufladen muss, die ihre wertvolle Zeit für eine solch überflüssige Scheibe opfern müssen, verstehe ich nicht ganz. Wieso hat sich die Band nicht selbst die Zeit eingeräumt, die Songs auszuarbeiten und zu verfeinern?

Sollte ein Vertrag bei einem Label das Ziel sein, so muss man die Band jetzt schon enttäuschen: Mit einer solcher Demo und in Anbetracht der derzeitigen Konkurrenz und Vielfalt auf dem Thrash-Markt wird das nix! Schade...


M.S. (HardHarderHeavy)

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