Im Juli dieses Jahres war es soweit. Die Norweger und selbsternannten „Partythrasher“ von WRATH ATTACK brachten ihre zweite Demo, “WASTED”, an den Start. Wer bei dem Bandnamen nun an knallharten Highspeedthrash denkt, wird in seiner Vermutung leider nicht bestätigt, denn die beiden Nordeuropäer spielen eine eher groovige, fast schon schleppende Art des Thrash Metals, die sich sowohl alte, als auch neue Bands zum Vorbild nimmt.

Los geht die Demo mit dem Song „Drowning In Beer“ und bereits nach wenigen Takten denkt der Hörer an Bands wie TOXIC HOLOCAUST. Eingängiges Riffing und groovendes Schlagwerk laden zum Abschädeln ein und räudige Death/Black Vocals verpassen dem Ganzen eine sehr düstere Note. „Diagnosed As Drunk“ beginnt dann mit einem sehr schleppenden Intro, wird im Laufe des Songs aber immer flotter und Black Metallischer. Dieser Effekt wird auch durch den sehr Schwarzmetallischen Gesang weiter unterstützt. Der geschriene Refrain erinnert an einen Haufen betrunkener Leute, die den Refrain ihres Lieblingsliedes mitgröhlen, was der Partystimmung des Songs sehr gut tut – der wohl beste Song des Albums. Weiter geht’s mit „Fist Of Apocalypse“, einem Song, der nicht wirklich Außergewöhnliches bietet, und mit, stark an „Drowning In Beer“ erinnernden, Riffs einer weiterer Song in der Kategorie Toxic Holocaust ist. Der Titeltrack „Wasted“ startet dann mit einem Intro, das zum moshen animiert und durch aggressive Gitarrenriffs, knallende Drums, tötlichen Gesang und flotteres Tempo als die restlichen Stücke der Platte, wird der Hörer hier an eine Black-lastige Crossover Thrash Band erinnert. Ein eher langsames Solo im Mittelteil des Songs nimmt dem Song jedoch dann die Geschwindigkeit, und der, für diese Demo typische, Groov stellt sich wieder ein. Das fünfte und letzte Lied auf WASTED heißt „Skullcrusher“ und ist ein Cover der norwegischen Black/Death/Thrash Band Kvikksølvguttene (wer sie noch nicht kennt, rein hören:http://www.myspace.com/kvikksolvguttene ). Dementsprechend klingt Skullcrusher dann auch, und mit einem tötlichen Track endet WASTED.

Alles in allem ist die zweite Demo der norwegischen Thrasher gelungen, jedoch nicht wirklich innovativ oder außergewöhnlich. Leute die auf Blackened Thrash Metal, ohne viel Schnickschnack und Hochgeschwindigkeit stehen, sind mit dieser Demo jedoch sehr gut bedient. Wenn WRATH ATTACK weiterhin auf dem Black/Thrash Weg wandeln, und einen eigenständigeren Stil finden, sehe ich eine guten Konkurrenten für Toxic Holocaust in dieser Band, solange reicht es aber leider nur für:
6.5/10

Marvin (Underground Metalzine)

Back to list